Emmentaler: Ds Beschte isch das drumume

Nur wenige Produkte sind so berühmt wie der Emmentaler Switzerland. Der Nachteil ist, dass sich über Emmentaler-Werbung immer auch die Nachahmer freuen. Wie verknüpft man also die Berühmtheit der grossen Löcher mit dem qualitativ hochwertige Original aus dem Emmental?

 

In der filmischen Umsetzung geht das so: Die Spots beginnen mit Löchern, wie es sie nur in der Schweiz gibt. So erleben wir den Zusammenschnitt von Tunneln als rasante Fahrt quer durch das Alpenland. «D Schwiz isch berüemt für ihri Löcher», sagt der Sprecher in urchigem Emmentaler Dialekt. «Aber ds Beschte isch das drumume.» Neben den «Tunneln» wurden als weitere typische Schweizer Löcher die Sujets «Alphorn», «Schützenfest», «Jodeln» und «Marschmusik» realisiert.

 

Die Filme «Tunnel» und «Alphorn» schafften es auf die Shortlist der Cannes-Lions. Bei den London International Awards LIAA wurden die Spots «Tunnel», «Alphorn» und «Yodel» als Finalists ausgezeichnet. Der TV-Spot «Tunnel» wurde beim Edi.04 mit Bronze ausgezeichnet. Kommerntar der Jury: «Sowohl die Idee Ausführung des Spots sind ein Beispiel dafür, wie man für ein urschweizerisches urschweizerisch werben kann, ohne dabei altmodisch oder bünzlig zu sein.»

 

Genau so konsequent drehte sich in der Printkampagne alles um das typische Merkmal des Emmentalers. Zu sehen ist ein perfektes Käseloch – im Fachjargon «Auge» genannt –, entstanden während des Reifeprozesses im Gärkeller. Mitten darin die Aussage: «Ds Beschte isch das drumume». Denn kulinarisch interessant ist ja nicht das Loch, sondern der Käse, der dasselbe umgibt.


TV- und Kino-Spots von Publicis Werbeagentur, 2003

Printkampagne, 2004
Text und Konzeption: Roy Spring
Art Direction: Flavio Meroni

Regie: Pierre Monnard